Am Samstag, 08.08.2026 machten sich einige Mitglieder unserer Ortsgruppe bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein über die neue A 44 auf den Weg nach Cornberg. Der Parkplatz von Kloster Cornberg war das Ziel. Hier wurden wir von unserem Ortsführer Herrn Engelmann empfangen und nach einem kurzen Rückblick auf die Geschichte des Klosters ging es über einen altertümlichen Innenhof in das im Kloster befindliche Museum. Neben zahlreichen Exponaten sowohl aus dem Steinbruch als auch der Bergarbeitersiedlung, dem eigentlichen Ziel unserer heutigen Veranstaltung, gibt es ein großes Model dieser Siedlung. Wir bekamen einen ersten Eindruck über die Größe der Siedlung, die 1938 – 1941 von der Reichsheimstätte für die Arbeiter im Kupferschieferbergbau gebaut wurde. 1938 ist auch das Gründungsjahr von Cornberg.

Aber, schön der Reihe nach.

Ursprünglich war Cornberg ein Kloster und später dann eine staatliche Domäne. Das heutige Kloster Cornberg wurde 1292 – 1296 erbaut und nach wechselvoller Geschichte ab 1989 restauriert und wird seit 1994 als Bürger- und Kulturzentrum genutzt.

In dem alten Gemäuer hat das über die Grenzen bekannte Sandsteinmuseum einen Platz gefunden. Hier findet man bedeutsame Fährtenfunde von Sauriern aus dem Cornberger Sandsteinbruch, den man auch besichtigen kann.

Nun zu Cornberg, eine Gemeinde, die erst 1938 als Bergarbeitersiedlung gegenüber dem Kloster erbaut wurde. Das Gelände, auf dem die Siedlung entstand, gehörte ursprünglich zum Kloster. Sie passt sich in ihrer Form und Gestaltung perfekt in das Gelände ein.

Die erste Planung sah vor, eine eigenständige Bergmannsstadt für rund 10.000 Menschen zu bauen. Die Siedlung wurde infolge es 2. Weltkrieges nur zur Hälfte fertiggestellt und nach dem Krieg als Arbeitersiedlung ausgebaut. Die Bevölkerung wuchs durch den intensiven Kupferschieferbergbau und den Zuzug von Arbeitskräften sowie Zwangsarbeitern auf bis vorübergehend 5000 Menschen aus 20 verschiedenen Nationen schnell an.

Anfang der 70er Jahre schlossen sich die Gemeinden Rockensüß und Königswald mit Cornberg zusammen. Heute leben im Ortsteil Cornberg etwa 1000 Einwohner, in der Großgemeinde mit allen Ortsteilen rund 1.300

Beim Rundgang durch die Siedlung erfuhren wir noch viele Details. Unser Ortsführer – ebenfalls ein Zugereister – hat sich perfekt mit der Geschichte des Klosters sowie der Siedlung befasst und uns beides sehr gut vermittelt.

Die Gegend um Cornberg ist wieder ins Licht des Interesses gerückt, nicht etwa wegen der Fossilienfunde, die sich im Sandstein verewigt haben, nein wieder einmal steht das Geld im Vordergrund, und zwar Gewinnbringung durch Kupferabbau im Richelsdorfer Gebirge.

Von besonderem Interesse dürfte eine Nachricht in den Medien sein: „Vorkommen im Richelsdorfer Gebirge; gibt es ein Comeback für den hessischen Kupferbergbau? Der Kupferbergbau in Hessen hat eine lange Tradition. Ein australisches Unternehmen erforscht gerade das Vorkommen in Nord- und Osthessen. Erste Ergebnisse sind vielversprechend. Finanzexperten sagen Kupfer eine goldene Zukunft voraus. Die zunehmende Elektrifizierung und der Bedarf in zahlreichen Branchen – Automobil, Elektro- und Bauindustrie, Erneuerbare Energien und Künstliche Intelligenz – benötigen in den nächsten Jahren vermehrt Kupfer und man geht davon aus, dass Kupfer nicht ersetzbar sein wird.“ Somit wäre das Wiederaufleben des Kupferbergbaus für die Region von großer Bedeutung.

Ein informativer Vormittag, ein gemeinsames Mittagessen im Restaurant „Johannes Hof“ in Nentershausen-Weißenhasel, rundete die Veranstaltung ab.

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Datum

11. August 2026

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3 Minuten

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