„Währungsmuseum“ Fuldatal-Rothwesten. Direkt vor unserer Haustür haben wir ein einmaliges Museum. Hier kann man am Originalschauplatz, die Währungsreform am 20.06.1948 und die Entstehung unserer Deutschen Mark (DM) nachvollziehen. Vom 20.04. – 08.06.1948 saßen deutsche Finanzexperte und westliche Alliierte im Haus Posen an einem Tisch, um diese Währungsreform vorzubereiten. Die Einführung der DM war gleichzeitig der Grundstein für das „Wirtschaftswunder“ in West-Deutschland nach dem verlorenen 2. Weltkrieg. Das „neue Geld“ wurde bereits 1947 in den Vereinigten Staaten gedruckt und per Schiff nach Bremerhaven versandt. Von dort nach Frankfurt transportiert und im Keller des ehemaligen Reichsbankgebäudes gelagert. Die ganze Geschichte ist spannend wie ein „Krimi“.









Besichtigung Apothekenmuseum in Hofgeismar
Das Apothekenmuseum befindet sich in einem der ältesten Gebäude der Stadt. Im Jahr 1239 erbaut, hat es eine abwechslungsreiche Geschichte und Nutzung erlebt, bis 1989 das Apothekenmuseum dort eingerichtet wurde, das auf 4 Stockwerken aus über 300 Jahren Geschichte Gegenstände und Einrichtungen der Apotheke von Beginn bis zur heutigen modernen Apotheke ausstellt. Das tollste ist der im Ursprung erhaltene Kreuzgratgewölbekeller. Hier fühlt man sich wie in einer Alchimistenküche.









Mit Spannung erwartete unsere Gruppe die Führung durch die „Sinnesgänge“ in der alten Ziegelei in Oberkaufungen. Die Idee, die alte, schon dem Verfall preisgegebene Ruine zu sanieren und dort u.a. den Sinnesgängen eine Heimat zu geben, war eine super Idee. Der sanierte Brennofen mit seinen 16 begehbaren Gewölbekammern bietet wirklich einen idealen Platz für die ca. 50 sogenannten Erfahrungsstationen, wo man die eigenen Sinne aktiv erleben kann. Das kann man nicht beschreiben, so was muss man erleben.






Wir besuchten das Technikmuseum in Kassel. Interessant war, dass neben Jahrhunderte alten Exponaten, auch Firmen aus unserem Organisationsbereich mit ihren Produkten zu finden sind, u.a. B. Braun Melsungen, Kali und Salz, Siebert & Kühn. Wir erfuhren viel aus der Industriegeschichte Kassels und Umgebung. Viele Jahrzehnte war Henschel der größte Arbeitgeber in Kassel und war u.a. weltweit führend im Lokomotivbau. Henschels erste Lokomotive aus 1848 – der Drache (ein detaillierter Nachbau), eine Straßenbahn aus den 1950er Jahren (die Bremer Kurzgelenkwagen wurden vom Unternehmen Wegmann in Kassel weiterentwickelt und gebaut) stehen neben modernster Getriebetechnik für LKW‘s der Firma Mercedes.



Im Anschluss hatten wir Gelegenheit, in einer anregenden Gesprächsrunde mit unserem Museumsführer, über die Arbeitsbedingungen zu Beginn der Industriealisierung, während des Nationalsozialismus sowie 2. Weltkrieges – Situation der Fremdarbeiter und Kriegsgefangenen – zu diskutieren. Unser Gespräch führte bis in die heutige Zeit mit vielen positiven Veränderungen und weiterem Bedarf für Verbesserungen.
Fahrt in den Hortensienpark in Großalmerode. Hortensien haben ihren Ursprung in Ostasien. Als Zierpflanze im deutschsprachigen Raum wurden sie bereits im 18. Jahrhundert gezüchtet und angebaut. Anfang der 1960er Jahre erlebten sie in der damaligen BRD eine Hochzeit, in den 80er sank die Nachfrage, so dass die Produktion fast erlag. Bedingt durch mehr Formen und Farben sowie die gute Haltbarkeit und Überwinterung (je nach Sorte) stieg die Nachfrage in den letzten Jahren und die Produktion erlebte einen neuen Boom.






Wieder einmal waren wir auf Besichtigungstour, diesmal ging es nach Borken in das Bergwerksmuseum. Hier sind wir in den Besucherstollen eingestiegen. Dieser wurde von engagierten Bergleuten aus der Umgebung nach Schließung ihres Bergwerks in vielen ehrenamtlichen Stunden angelegt. Die Originalmaschinen wurden abgebaut und in dem neu entstandenen Besucherstollen wieder Stück für Stück aufgebaut. Alle Maschinen und Geräte sind betriebsbereit und wir konnten den Ablauf der Arbeiten vor Ort gut nachvollziehen. Die Maschinen haben die Arbeit erleichtert, aber sie machen einen ohrenbetäubenden Lärm. Es war ein sehr informativer und interessanter Vormittag, die schwere Arbeit der Bergleute „vor Ort“ zu erleben.



Im Juli 2025 stand das Europäischen Brotmuseum in Ebergötzen auf dem Programm. Die Anreise erfolgte individuell. Nach einem Einführungsgespräch konnten wir das Brotmuseum auf „eigene Faust“ erkunden, sowie das dazugehörige Freigelände mit dem Getreide- und Heilpflanzengarten und den original nachgebauten Backöfen aus verschiedenen Jahrhunderten. Außerdem befinden sich auf dem Gelände gleich zwei Mühlentypen, zum einen eine Bockwindmühle und zum anderen eine Wassermühle. Beide Mühlen sind mehrfach umgesetzt worden, restauriert und funktionsfähig. Die Bockwindmühle ist der älteste Windmühlentyp in Europa und findet schon im 11. Jahrhundert Erwähnung. Der Stand der Technik der Wassermühle ist auf ca. 1600 datiert.





